BSAIB Berufsschule Bad Aibling

Lesen Sie hier den Bericht über den Berufsinformationstag an der Berufsschule Bad Aibling aus dem OVB Online vom 03.02.2017.

 

Erstmals Berufsschulluft geschnuppert

 

„Was bedeutet SHK?“, „Warum braucht man beim Pflasterbau ein Gefälle?“, Wie sieht ein Laserschneider aus?“ – diese und viele weiteren Fragen wurden den insgesamt rund 240 Achtklässlern aus sieben Mittelschulen beantwortet, die an zwei Tagen zu einem „Schnupperbesuch“ in die Berufsschule Bad Aibling kamen.

Bad Aibling– Studiendirektor Jürgen Ersing erläuterte den jugendlichen Gästen zunächst die bis zum 21. Lebensjahr geltende Berufsschulpflicht. Ferner gab der stellvertretende Schulleiter einen Überblick über die fachliche Ausrichtung der vier im Landkreis ansässigen Staatlichen Berufsschulen.

Bad Aibling fungiere als Kompetenzzentrum für Bautechnik (Maurer und Zimmerer), Metalltechnik (Industriemechaniker, Feinwerkmechaniker, Werkzeugmechaniker), Metallbau (Konstruktionsmechaniker, Metallgestalter) und Anlagentechnik SHK (Sanitär, Heizung, Klima), erklärte Oberstudienrat Rudolf Ritter. An der nach modernsten Gesichtspunkten eingerichteten Schule unterrichten 60 Lehrkräfte rund 1400 Schüler in 60 Klassen in Theorie und Praxis.

Der Mitarbeiter der Schulleitung hob die „Duale Ausbildung“ als europaweit führendes Ausbildungssystem hervor. Dessen Ziel sei der „qualifizierte und verantwortlich handelnde Facharbeiter“. Hierzu seien Fach-, Methoden-, Personal- und Sozialkompetenz notwendig.

Nach der theoretischen Einführung brachen die Schüler gruppenweise zu einem Rundgang durch die einzelnen Fachbereiche auf. Sie erfuhren dabei, dass jeder Berufszweig in einem eigenen Gebäude unterrichtet wird und dadurch eine familiäre Lehratmosphäre entsteht.

Im SHK-Bereich lernten sie unter anderem Heizanlagen, ein Blockheizkraftwerk und den Rohrleitungsbau kennen, schauten den Maurern beim Errichten eines Verbund-Mauerwerks und eines Fachwerk-Mauerwerks über die Schulter. Sie erlebten die Zimmerer sowohl beim Erlernen der Grundfertigkeiten als auch in der Abbundhalle für Dachstühle und konnten in der vielfältigen „Metall-Abteilung“ beispielweise einen Roboter, einen rund 650 000 Euro teuren Laserscheider sowie diverse Dreh- und Fräsmaschinen besichtigen. Sie lernten ferner, dass in diesem Bereich einige Hightech-Geräte mit einer Maßgenauigkeit bis zu einem Tausendstel Millimeter arbeiten.

Auf ihrer Rundtour besuchten die Mittelschüler auch eine Integrationsklasse und vernahmen, dass es an der Schule allein sechs Klassen nur für die Alphabetisierung von Schülern aus dem arabischen Raum gibt. Dort steht neben dem deutschen Sprachunterricht auch die Einführung in den deutschen Kulturraum auf dem Programm, die unter anderem auch den Hinweis auf die Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft beinhaltet.

Anschließend konnten die „schulischen Schnuppergäste“ in den jeweiligen Klassenzimmern als Hospitanten den Unterricht der Berufsschüler in einer „Unterrichtsmitschau“ verfolgen.

„Ich hoffe, dass euch der Tag in der Berufsfindung weitergebracht hat“, betonte Oberstudiendirektor Johann Strauß in seinem Resümee. „Ihr habt heute einen Eindruck vom Aufbau und Flair einer Berufsschule gewonnen“ konstatierte der Schulleiter abschließend. Die Achtklässler nahmen von ihrem Schnupperbesuch in der Tat wertvolle Anregungen für ihre bald anstehende Berufwahl mit nach Hause.

 

bjn

 

Quelle: https://www.ovb-online.de/rosenheim/bad-aibling/erstmals-berufsschulluft-geschnuppert-7358643.html





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